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Schlüsselwelt: Der Kreuzbartschlüssel

19.02.2016


Schlüsselwelt: Der Kreuzbartschlüssel

Jeder von uns besitzt mindestens einen - und genau dieser öffnet auch nur das jeweils zugehörige Schloss. Wir blicken zurück auf die Entstehung und Weiterentwicklung des Schlüssels:

Schlüssel sind keine Erfindung der Neuzeit. Sie sind 2800 Jahre alt und in unserem heutigen Zeitalter wichtiger denn je: Der Schlüssel. Die alten Römer stellten bereits Schlüssel-Varianten her. Diese waren jedoch so groß, dass sie in keine Jackentasche passten. Der viel kleinere „Lakonische Schlüssel“ lag des Griechen 500 v. Chr. schon wesentlich besser in der Hand.

Auch bei den Ausgrabungen von Pompeij – der antiken Stadt, die 79 nach Christus auf Grund eines Vulkanausbruchs zerstört worden ist – wurden Schlüssel gefunden, die heutigen nicht unähnlich sind.

Im 16. Jahrhundert wurde der Schlüssel dann mehr als nur ein gewöhnlicher Türöffner. Gesellen kreierten so genannte Meisterwerke und das im wahrsten Sinne des Wortes: Sie wollten zeigen, dass sie ihre Kunst meisterlich beherrschen, um in die Zunft aufgenommen zu werden. Im 19. Jahrhundert entwickelte der Amerikaner Linus Yale den ersten Vorgänger unseres heutigen Zylinderschlosses. Der eingeführte Schlüssel setzt den Zylinder in Bewegung und dieser die Sperrzähne. Dadurch sind sehr kleine und flache Schlüssel möglich – ideal für die Massenproduktion.

Der Schlüssel ist mit dieser Entwicklung in unseren Alltag eingezogen und wurde zum Symbol. Er ziert zahlreiche Flaggen, zum Beispiel die Fahne des Vatikans und auch die Stadtflagge der Hansestadt Bremen. Es ist der Schlüssel von Petrus, dem Schutzpatron des Bremer Doms. Dabei wurden Schlüssel und Schlösser im Laufe der Zeit stetig weiterentwickelt – nicht zuletzt auch, um die Sicherheitsstandards zu erhöhen. Der Kunde hat heute die Wahl aus den unterschiedlichsten Schließmechanismen von gängigen Bartschlüsseln über doppelbärtige Durchsteckschlüssel bis hin zu elektronischen Smart Keys. Für einen guten Schlüsseldienst sollte dies allerdings kein Problem darstellen, wenn sich einmal jemand ausgesperrt hat.

Vom Chubbschloss zum Kreuzbartschlüssel

Eine Weiterentwicklung ist beispielsweise die des gängigen Bartschlüssels zum Kreuzbartschlüssel.

Chubbschlösser waren in der Vergangenheit weit verbreitet. Der Nachteil war jedoch, dass diese mit einfachen Dietrichen meist sehr schnell und unkompliziert geöffnet werden konnten. Um dieses Sicherheitsrisiko zu minimieren, stiegen viele auf Kreuzbartschlüssel um: ca. 70 bis 130 mm lang, einzigartig mit rundem Schlüsselschaft, kreuzförmigem Schlüsselbart und angeschweißtem Schlüsselkopf.

Wenn man dann sein Chubbschloss mit einem Kreuzbartschlüssels öffnen möchte, kann der bestehende Einbruchschutz auf einfache Art und Weise nachgerüstet werden. Man kann eine Kreuzbarteinbausicherung installieren oder das Chubbschloss auch komplett durch ein neues Schloss mit Kreuzbarteinbausicherung ersetzen.

In drei oder vier Rippen des Schlüsselbartes sind individuelle Kerben eingefräst, die sich der zugehörigen Einbausicherung des Schlosses optimal anpassen. Durch Drehen des Schlüssels kann das Schloss dann ganz einfach entriegelt werden.

Die richtige Kreuzbarteinbausicherung

Entscheidet man sich schließlich aus Sicherheitsgründen dazu, auf einen Kreuzbartschlüssel umzusteigen, sollte man einige Dinge beachten:

Die Kreuzbarteinbausicherungen gibt es in unterschiedlichen Sicherheitsgraden. Daher ist es wichtig, die Sicherung in puncto Einbruchschutz und Sicherheitstechnik an seine eigenen Bedürfnisse anzupassen. Außerdem ist insbesondere darauf zu achten, die Einbausicherung mit den Schrauben an der Innenseite der Tür zu fixieren, da diese sonst einfach gelöst werden können und die Nachrüstung aufgrund dessen generell als nicht funktionsfähig zu betrachten ist.